Zahnspange Kinder – Wann sie nötig ist, welche Arten es gibt und was sie kostet
Zahnspange Kinder – Wann sie nötig ist, welche Arten es gibt und was sie kostet
Einleitung Zahnspange für Kinder
Ein gesundes Gebiss ist entscheidend für die Entwicklung deines Kindes. Zahn- und Kieferfehlstellungen können nicht nur das Aussehen beeinflussen, sondern auch die Funktion des Kauapparates, die Sprachentwicklung und die Zahngesundheit. Eine kieferorthopädische Behandlung kann frühzeitig Probleme korrigieren und spätere Komplikationen vermeiden. Doch wann ist eine Zahnspange nötig, welche Arten gibt es und mit welchen Kosten musst du rechnen? Hier erfährst du alles Wichtige rund um das Thema Zahnspange für Kinder.
Wann ist eine Zahnspange für Kinder sinnvoll?
Empfohlenes Alter für den ersten Besuch bei dem/der Kieferorthopäden*in
Die erste kieferorthopädische Untersuchung sollte idealerweise im Alter von 6 bis 8 Jahren erfolgen. In diesem Zeitraum beginnt der Zahnwechsel von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen. Der/die Kieferorthopäde*in kann frühzeitig Fehlstellungen erkennen und gegebenenfalls eine Behandlung einleiten. Eine frühe Diagnose kann helfen, spätere aufwendige Eingriffe zu vermeiden und das Wachstum des Kiefers optimal zu lenken.
Anzeichen für Zahn- oder Kieferfehlstellungen
Eltern sollten aufmerksam sein, wenn folgende Auffälligkeiten auftreten:
- Stark schiefe oder eng stehende Zähne
- Offener Biss: Die Schneidezähne treffen beim Zubeißen nicht aufeinander
- Kreuzbiss: Ober- und Unterkieferzähne passen nicht richtig aufeinander
- Tiefbiss: Die oberen Schneidezähne verdecken die unteren Zähne zu stark
- Vorbiss: Der Unterkiefer steht zu weit vorne (Progenie)
- Schwierigkeiten beim Kauen oder Sprechen
- Häufiges Daumenlutschen oder andere Angewohnheiten, die das Gebiss beeinflussen
Sollten eines oder mehrere dieser Anzeichen erkennbar sein, ist ein Termin bei dem/der Kieferorthopäden*in ratsam, um die Notwendigkeit einer Zahnspange zu klären.
Welche Arten von Zahnspangen gibt es für Kinder?
Die Wahl der richtigen Zahnspange hängt von der Art und Schwere der Zahn- oder Kieferfehlstellung ab. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptarten: abnehmbare Zahnspangen und feste Zahnspangen. Wir beraten euch gerne.
Abnehmbare Zahnspange

Funktionen und Einsatzgebiete
Abnehmbare Zahnspangen werden meist bei jüngeren Kindern eingesetzt, wenn sich das Gebiss noch im Wachstum befindet. Sie helfen dabei, Kieferfehlstellungen sanft zu korrigieren, indem sie das Kieferwachstum lenken oder die Zahnstellung verbessern. Diese Spangen werden in der Regel nachts und mehrere Stunden am Tag getragen.
Vorteile:
- Können zum Essen und Zähneputzen herausgenommen werden
- Schonende Korrektur für wachsende Kiefer
- Oft angenehmer als feste Zahnspangen
Nachteile:
- Erfolg hängt stark von der Tragedauer ab
- Können beim Sprechen anfangs ungewohnt sein
- Nur für leichte bis mittelschwere Fehlstellungen geeignet
Feste Zahnspange

Funktionen und Einsatzgebiete
Feste Zahnspangen bestehen aus Brackets, die auf die Zähne geklebt und mit Drahtbögen verbunden werden. Sie kommen zum Einsatz, wenn eine präzisere und stärkere Korrektur erforderlich ist, insbesondere bei ausgeprägten Zahnfehlstellungen.
Vorteile:
- Permanente Korrektur rund um die Uhr
- Effektiv bei schwereren Fehlstellungen
- Keine Eigenverantwortung für das Tragen notwendig
Nachteile:
- Schwieriger zu reinigen, erhöhtes Risiko für Karies
- Anfangs Druckgefühl oder leichte Schmerzen möglich
- Bestimmte Lebensmittel müssen vermieden werden (z. B. harte oder klebrige Speisen)
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Wie lange dauert die Behandlung mit einer Zahnspange bei Kindern?
Durchschnittliche Behandlungsdauer
Die Dauer einer kieferorthopädischen Behandlung variiert je nach Art der Zahnfehlstellung und dem gewählten Behandlungskonzept. In der Regel dauert die Behandlung mit einer abnehmbaren Zahnspange etwa 1,5 bis 3 Jahre, während eine feste Zahnspange meist für 2 bis 4 Jahre getragen wird. Nach Abschluss der aktiven Behandlung folgt eine Retentionsphase mit einer Haltespange, um das erzielte Ergebnis langfristig zu stabilisieren.
Faktoren, die die Dauer beeinflussen
Die Behandlungsdauer hängt von mehreren Faktoren ab:
- Schwere der Zahnfehlstellung: Leichte Korrekturen benötigen weniger Zeit als ausgeprägte Fehlstellungen.
- Alter des Kindes: Jüngere Patient*innen profitieren von einem noch wachsenden Kiefer, was die Korrektur erleichtert.
- Zahnspangen-Typ: Abnehmbare Zahnspangen benötigen oft eine längere Tragedauer, da sie nicht rund um die Uhr wirken.
- Tragedisziplin: Die konsequente Nutzung einer abnehmbaren Zahnspange verkürzt die Behandlungszeit.
- Mundhygiene: Eine gute Zahnpflege kann Komplikationen verhindern und die Behandlung effizienter machen.
- Regelmäßige Kontrollen: Termine bei dem/der Kieferorthopäden*in sorgen dafür, dass Anpassungen rechtzeitig vorgenommen werden.
Die genaue Behandlungsdauer wird individuell festgelegt – eine frühzeitige Beratung hilft, den besten Therapieplan für dein Kind zu finden.
Was kostet eine Zahnspange für Kinder in Österreich?
Möglichkeiten der Kostenübernahme durch die Krankenkasse bei einer Kinder Zahnspange
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Wie pflegt man eine Kinder Zahnspange richtig?
Eine gründliche Pflege der Zahnspange ist entscheidend, um Karies, Zahnfleischentzündungen und andere Probleme während der Behandlung zu vermeiden.
Tipps zur Reinigung und Pflege
Abnehmbare Zahnspangen:
- Nach jeder Mahlzeit mit einer Zahnbürste und lauwarmem Wasser reinigen (kein heißes Wasser, da es das Material verformen kann).
- Einmal täglich mit speziellen Reinigungstabletten in einem Wasserbad desinfizieren.
- Zahnspange immer in einer festen Box aufbewahren, wenn sie nicht getragen wird.
Feste Zahnspangen:
- Nach jeder Mahlzeit mit einer speziellen Interdentalbürste oder Zahnseide (Superfloss) Speisereste entfernen.
- Eine weiche Zahnbürste oder eine elektrische Zahnbürste mit spezieller Bürstenform verwenden.
- Mundspüllösungen mit Fluorid können helfen, Karies vorzubeugen.
Mehr Infos findet ihr in unserem Blogartikel: “Zahnspange reinigen”
Empfehlungen zur Mundhygiene während der Behandlung
- Regelmäßiges Zähneputzen – mindestens dreimal täglich, idealerweise nach jeder Mahlzeit.
- Zuckerhaltige Getränke und Snacks vermeiden, um das Kariesrisiko zu minimieren.
- Regelmäßige Kontrolltermine bei dem/der Kieferorthopäden*in wahrnehmen, um die Zahnspange optimal einstellen zu lassen.
- Professionelle Zahnreinigung in regelmäßigen Abständen durchführen lassen, um Zahnbelag zu entfernen.
Welche Risiken und Nebenwirkungen können auftreten?
Eine kieferorthopädische Behandlung ist in den meisten Fällen unproblematisch, doch es gibt einige mögliche Nebenwirkungen, die auftreten können.
Mögliche Beschwerden und deren Behandlung
Druckschmerzen nach Anpassung der Zahnspange:
- Besonders in den ersten Tagen nach dem Einsetzen oder Nachstellen der Spange sind leichte Schmerzen normal.
- Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können helfen.
- Weiche Nahrung (z. B. Suppen, Joghurt) erleichtert die ersten Tage.
Reizungen im Mundraum:
- Feste Zahnspangen können anfangs das Zahnfleisch oder die Wangen reizen.
- Spezielles Schutzwachs für Brackets verhindert wunde Stellen.
Erhöhtes Kariesrisiko:
- Festsitzende Zahnspangen erschweren die Zahnpflege, was zu Plaque und Karies führen kann.
- Eine besonders gründliche Mundhygiene ist daher essenziell.
Langfristige Auswirkungen einer kieferorthopädischen Behandlung
Dauerhafte Zahnkorrektur – die meisten Patient*innen profitieren von einer verbesserten Zahnstellung und einem gesunden Biss.
Verhinderung von Spätfolgen – unbehandelte Fehlstellungen können langfristig zu Kiefergelenksproblemen, Zahnverlust oder Sprachstörungen führen.
Retentionsphase beachten – nach der aktiven Behandlung ist das Tragen einer Haltespange (Retainer) entscheidend, um das erreichte Ergebnis zu stabilisieren.
Die Risiken einer Zahnspange lassen sich mit der richtigen Pflege und regelmäßigen Kontrollen durch den/die Kieferorthopäden*in minimieren.
Fazit Zahnspange Kinder
Eine Zahnspange kann für Kinder eine wichtige Maßnahme sein, um Zahn- und Kieferfehlstellungen frühzeitig zu korrigieren. Während abnehmbare Zahnspangen das Kieferwachstum sanft steuern, ermöglichen feste Zahnspangen eine präzise Korrektur auch bei komplexeren Fehlstellungen. Die Behandlung dauert in der Regel 2 bis 4 Jahre und erfordert eine konsequente Zahnpflege, um Karies und Entzündungen vorzubeugen.
In Österreich gibt es finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten – bei schweren Fehlstellungen kann die Gratis-Zahnspange die Kosten vollständig übernehmen. Eine rechtzeitige Untersuchung bei dem/der Kieferorthopäden*in ist daher entscheidend, um festzustellen, ob eine Behandlung notwendig ist.
Lass dich frühzeitig beraten! Eine kieferorthopädische Behandlung sorgt nicht nur für ein gesundes Lächeln, sondern kann auch spätere Zahn- und Kieferprobleme verhindern. Vereinbare jetzt einen Termin und sichere dir die beste Behandlung für dein Kind!